• von Sonja Suheyla Peinl - yoga-individuell.com

Das Herzchakra - Akzeptanz und Mitgefühl


"Im Lieben gibst Du,

ohne die Fehler der anderen zu betrachten -

so wie die Sonne ihr Licht und ihre Wärme jedem Wesen gewährt."

Yogi Bhajan

Das Herz bildet die Mitte zwischen den Physischen Unteren drei Chakren und den Geistigen Oberen drei Chakren. Interessant ist die Verbindung zum Tastsinn und unserer Haut. Berührung unserer Haut berührt uns seht tief im Inneren. Streicheln ist lebendige Liebesäußerung und hat erst einmal nichts mit Sexualität zu tun, sondern mit dem Ausdruck des Annehmens und Mögens. Die Haut zeigt z.B. bei Allergien oder Ekzemen, dass wir etwas nicht annehmen wollen oder können, oder aber, dass wir etwas nicht hergeben wollen... so zeigt bei Kindern die Neurodermitis an den Körperinnenseiten, dass sie nicht bereit sind etwas schon loszulassen (evtl. geht Mama jetzt wieder zur Arbeit, das Kind vermisst sie...). Tritt der Ausschlag an der Außenseite auf, zeigt das, dass man sich gegen eine Umklammerung oder einen Kontakt von Außen wehren möchte ( evtl. fühlt sich das Kind unangenehm, weil z.B. die Kindergärtnerin doof ist...).

Interessant ist, dass bei Unterdrückung der Neurodermitis durch z.B. kortisonhaltige Cremes das Auftreten von Asthma erscheint. Hier ist die Lunge betroffen, die ebenfalls zum Einflußbereich des Herzchakras zählt!

Das zentrale Thema ist die Akzeptanz und das Mitgefühl: mit sich selbst, mit seinen Liebsten, seiner Familie, seinen Arbeitskollegen, den Tieren , den Pflanzen, der Umwelt, der Erde...

"Ich nehme mich liebevoll an, so wie ich bin. Ohne Wenn und Aber, mit allem was ist."

Das Herzchakra Anahata

(anahata= unberührt, nicht beschädigt, nicht angeschlagen)

Farbe grün, rosa, Element Luft, Symbol Davidstern, Symboltier Antilope, Sinnesfunktion Tasten, Bija Yam

Zuordnung

Liebe, Mitgefühl, Menschlichkeit, Zuneigung, Geborgenheit, Offenheit, Toleranz, Herzensgüte

Physisch

Herz, Lunge, Bronchien, Blutkreislauf, Blutdruck, Haut, Arme, Hände, oberer Rücken, Schultern, Thymusdrüse (Immunsystem)

harmonisch

Mitgefühl, tiefes Verständnis (Empathie), Überwindung von eigennützigem Denken und Handeln, umfassende uneigennützige Liebe, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und fremden Kulturen, es fällt leicht für andere Verantwortung zu übernehmen, auch sich selbst trotz Schwächen und Fehler liebevoll anzunehmen, Herzenswärme aufzubauen

Mögliche Symptome durch Disharmonien

Lieblosigkeit, Herzenskälte, Verbitterung, Kontaktschwierigkeiten, Einsamkeit, Probleme

Liebe anzunehmen, Beziehungsprobleme,

Koronare Herzerkrankungen und Angina Pectoris, Herzrhythmusstörungen, hoher oder niedriger Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Durchblutungsstörungen, Lungenerkrankungen, Asthma, Atembeschwerden, häufige Erkältungen, Schmerzen in der Brustwirbelsäule und Schultern, Rheuma in Armen und Händen, Hauterkrankungen

Das Herzchakra ist das vierte Hauptchakra und befindet sich im Zentrum des Brustkorbs auf Höhe des Herzens und ist unsere Verbindung zur Seele. Das Herzchakra ist dafür zuständig, dass wir eine ausgeprägte Empathie und ein starkes Mitgefühl empfinden. Menschen mit einem geöffneten Herzchakra sind sehr einfühlsam, liebevoll, verständnisvoll und besitzen eine allumfassende Liebe zu den Menschen, den Tieren und der Natur. Toleranz gegenüber Andersdenkenden und akzeptierte innere Liebe sind ein weiteres Indiz für ein geöffnetes Herzchakra. Feinfühligkeit, Herzenswärme, Sensitive Denkmuster machen ebenfalls ein starkes Herzchakra aus. Auf der anderen Seite lässt ein geschlossenes Herzchakra einen Menschen lieblos und herzenskalt erscheinen. Beziehungsprobleme, Einsamkeit und Unempfänglichkeit für Liebe sind weitere Resultate eines verschlossenen Herzchakras. Diese Menschen können häufig ihre Liebe nicht zum Ausdruck bringen und ihnen fällt es sehr schwer Liebe von anderen Menschen anzunehmen, meistens werden Gedanken der Liebe sogar belächelt und verurteilt.

„...Das Wort anahata bedeutet wörtlich ´unberührt´. Jeder Klang im unmanifestierten Universum ist durch das Zusammenkommen zweier Objekte entstanden, was eine Vibration oder Schwingung in Gang setzt. Der Ton jedoch, der jenseits von dieser materiellen Welt entsteht, der Urklang, ist der Ursprung aller Klänge und ist als anahad nada, der unberührte Klang, bekannt. Dieser Klang offenbart sich im Herzzentrum. Yogis nehmen ihn als innere Schwingung wahr, ohne Anfang und ohne Ende, als Pulsschlag des Universums.

Dieses Chakra wird durch einen blauen Lotos mit zwölf Blütenblättern dargestellt. Im Zentrum des Lotos befindet sich ein Sechseck, das sich durch zwei ineinander verschlungene Dreiecke formt. Dies ist das Yantra von vayu tattwa, dem Luftelement. Das Bija Mantra ist yam, und das Vehikel ist eine flinke, schwarze Antilope als Symbol der Wachsamkeit. Das Anahata Chakra ist mit dem Tastsinn (Fühlen) und den Händen (Geben und Nehmen) verbunden, sowie mit Emotionen, vom engen Anhaften der Eifersucht bis hin zur bedingungslosen Liebe. Auf dieser Ebene entfalten sich allmählich die Gefühle umfassender Mitmenschlichkeit und Toleranz und die Fähigkeit, alle Lebewesen, so wie sie sind, anzunehmen und zu lieben. Auf physischer Ebene ist Anahata mit dem Herzen und den Lungen, also dem Blutkreislauf und dem Atemsystem verbunden.“ ("Asana, Pranayama, Mudra, Bandha", Satyananda Saraswati, S.530)

Visualisation:

blauer Lotos oder ein blaues Sechseck, das sich aus zwei ineinander verschlungenen Dreiecken bildet. Im Zentrum ist eine winzige leuchtende Flamme. Dies als ruhigen unbeweglichen Lichtpunkt vorstellen, es ist das Symbol von jivatma, der individuellen Seele oder dem allen Wesen innewohnenden Geist, der von den Erschütterungen der Welt unberührt bleibt. Eine andere Visualisation ist eine sich öffnende Blütenknospe.

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